Frage zu HANSA Wechselventile "dauerhaft technische dicht"

Frage zu HANSA Wechselventile "dauerhaft technische dicht"

Gemäß der TRGS 722 sind die HANSA Wechselventile "dauerhaft technisch Dicht". Es handelt sich um ein in sich dichtes Bauteil welches durch eine Spindel den Medienfluß in verschiedene Richtungen gewährleistet. Die Spindel ist mittels einer Stopfbuchse nach aussen hin abgedichtet (siehe unten). Zudem besitzt die Abdeckung der Spindel einen Cu-Dichtring.

Wie in der TRGS angegeben, muss aber gewährleistet werden, daß vor Inbetriebnahme, bei Reparaturen und Wartungsarbeiten eine geeignete Dichtheitsprüfung der Anlage bzw des betreffenden Abschnittes durchgeführt wird.



Auszug aus TRGS 722 Abschnitt 4

4.5 Dichtheit von Anlagenteilen
4.5.1 Allgemeines
(1) Die Bildung von gefährlichen explosionsfähigen Gemischen innerhalb und außerhalb von Anlagenteilen kann durch die Dichtheit des Anlagenteils verhindert oder eingeschränkt werden.

(2) Hierbei wird unterschieden in:
1. auf Dauer technisch dichte Anlagenteile,
2. technisch dichte Anlagenteile und
3. Anlagenteile mit betriebsbedingtem Austritt brennbarer Gefahrstoffe.

(3) Bei der Konstruktion von Anlagenteilen für die Handhabung mit brennbaren Gasen, Flüssigkeiten und Stäuben sind die Werkstoffe so auszuwählen, dass sie den zu erwartenden mechanischen, thermischen und chemischen Beanspruchungen standhalten. Gefahren durch abrasive Beanspruchung sind zu berücksichtigen. Gefahren durch Reaktionen des Wandmaterials mit den brennbaren Gefahrstoffen sind auszuschließen.


(4) Bei der Auswahl der Werkstoffe ist das Korrosionsverhalten zu berücksichtigen. Bei flächenhafter Abtragung sind bei der Berechnung der Wanddicke Zuschläge zu berücksichtigen; gegen Lochfraßkorrosion sind grundsätzlich geeignete Werkstoffe auszuwählen und erforderlichenfalls sachgerechte Konservierungsmaßnahmen in Stillstandsphasen durchzuführen.


4.5.2 Auf Dauer technisch dichte Anlagenteile
(1) Bei Anlagenteilen, die auf Dauer technisch dicht sind, sind keine Freisetzungen zu erwarten.
(2) Auf Dauer technisch dichte Anlagen sind vor Inbetriebnahme bzw. Wiederinbetriebnahme, nach Änderungen oder Reparaturarbeiten als Ganzes oder in betroffenen Abschnitten auf Dichtheit zu kontrollieren. Das geeignete Verfahren ist in Abhängigkeit vom Anwendungsfall festzulegen. Geeignete Verfahren können z. B. sein:
1. für Gase und Dämpfe: schaumbildende Mittel oder Lecksuchgeräte,
2. für Stäube: regelmäßige Kontrolle auf Staubaustritte und -ablagerungen sowie auf sichtbare Defekte oder Beschädigungen

(3) Die im Folgenden bewerteten Dichtungen sind hinsichtlich der Stofffreisetzungen in die Umgebung bewertet. Ob die hier beschriebenen Dichtungsprinzipien auch zur Vermeidung des Sauerstoffeintrags in die Anlage herangezogen werden können, ist im Einzelfall zu bewerten.

(4) Anlagenteile gelten als auf Dauer technisch dicht, wenn
1. sie so ausgeführt sind, dass sie aufgrund ihrer Konstruktion technisch dicht bleiben oder
2. ihre technische Dichtheit durch Wartung und Überwachung ständig gewährleistet wird.

(5) Anlagenteile, die auf Dauer technisch dicht sind, verursachen durch ihre Bauart in ihrer Umgebung im ungeöffneten Zustand keine explosionsgefährdeten Bereiche.

(7) Auf Dauer technisch dichte Anlagen- und Ausrüstungsteile nach Absatz 4 Nummer 1 sind z. B.
1. geschweißte Anlagenteile mit
a) lösbaren Komponenten, wobei die hierfür erforderlichen lösbaren Verbindungen betriebsmäßig nur selten gelöst und hinsichtlich der Dichtungselemente konstruktiv entsprechend der nachstehenden Anforderungen in diesem Abschnitt ausgeführt sind,
b) lösbaren Verbindungen zu Rohrleitungen, Armaturen oder Blinddeckeln, wobei die hierfür erforderlichen lösbaren Verbindungen nur selten gelöst und hinsichtlich der Dichtungselemente konstruktiv entsprechend der nachstehenden Anforderungen in diesem Abschnitt ausgeführt sind,


2. für Gase, Dämpfe, Flüssigkeiten: Anlagenteile, die auch Dichtungselemente enthalten, wie
a) Wellendurchführungen mit doppelt wirkender Gleitringdichtung, z. B. an Pumpen, Rührwerken,
b) Spaltrohrmotorpumpen,
c) magnetgekuppelte Pumpen,
d) Membranpumpen mit Doppelmembran und Zwischenraumüberwachung,
e) Armaturen mit Abdichtung der Spindeldurchführung mittels Faltenbalg und Sicher-
heitsstopfbuchse,
f) Gasgeschmierte Dichtungen mit Überwachung des Gasflusses oder -drucks,
g) stopfbuchsenlose Armaturen mit Permanent-Magnetantrieb.

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